Prachtvolle Seengebiete in Oberösterreich

Meistens zieht es mich zu den Seen in Kärnten, aus beruflichen Gründen verschlug es mich diesmal aber an den Wolfgangsee und ich hatte dabei die Gelegenheit, mir einen wunderbaren Einblick der Umgebung zu verschaffen. Gleich vorweg: großartig war´s. Die Gegenden um Wolfgangsee, Mondsee und Traunsee sind wunderbare Destinationen für viele unterschiedliche Freizeitgestaltungen: Ich bin noch nie so viel gewandert.

 

Gschmå Platzln am Wolfgangsee

Der Wolfgangsee zeigt sich dunkelblau und glitzernd, umgeben von überwältigenden Bergketten und von Wäldern, die in bunter Herbstpracht strahlen. Der Herbst verläuft am Wolfgangsee ohne Nebel. Die Temperaturen sind mild, die Luft klar. Man kann sich glücklich schätzen, Herbstidylle in Strobl am Wolfgangsee genießen zu dürfen. An mehreren Plätzen rund um den See wurden spezielle Gschmå Platzln festgelegt – sympathische und gemütliche Aussichts- und Ruheplätze für Wanderer und Spaziergeher.

 

Rundtour entlang des Sees

 Von Strobl am Wolfgangsee aus bietet es sich an, zu Fuß nach Sankt Wolfgang zu spazieren. Der circa sechs Kilometer lange Panoramaweg führt streckenweise entlang des Sees, teilweise auch auf Holzstegen über dem Wasser. Danach marschiert man auf einem Rad- und Gehweg parallel zur Hauptstraße vorbei an Bootsverleihen und erhält so einen ersten Eindruck von der Umgebung.

Startet man von Strobl aus in die andere Richtung den See entlang, taucht man in das Naturschutzgebiet Blinklingmoos ein. Das rund hundert Hektar große Hochmoor ist ein kleines Juwel unberührter Natur und bietet gefährdeten Pflanzen- und Vogelarten eine Heimat. Eine eigenartige, idyllische Stille umfängt den Wanderer und man ist sehr schnell tief beeindruckt von Flora und Fauna. Nach rund einer Stunde erreicht man ein sehr nettes Gasthaus in Gschwendt. Tipp: der Topfenstrudel.

Eine etwas anspruchsvolle Wegstrecke ist die Rundtour um den Bürglstein. Von Strobl aus nimmt man zuerst den Weg nach Sankt Wolfgang über die Holzstege, dann  durchquert man ein Wäldchen und ist nach etwa einer Stunde wieder in Strobl retour.

Die drei „Aussichtsreichen“: Mit Seilbahn und Dampf‑Lok zum Gipfel

Einen Ausflug wert ist auch die Postalm. Eine Panoramastraße von Strobl aus führt durch das idyllische Weißenbachtal und über die Passhöhe auf ein Hochplateau. Die Aussicht ist grandios und die größte Belohnung ist der Blick auf den Dachsteingletscher. Vom Parkplatz starten alle Wandertouren auf der Hochebene der Postalm, die von 1.200 bis zu 1.900 m Seehöhe erreicht und die zweitgrößte in Mitteleuropa ist.

Sehr spektakulär ist die Fahrt mit der steilsten Dampf-Zahnradbahn Österreichs. Sie führt auf den zweiten Aussichtsreichen, den Schafberg bei St. Wolfgang. Auf 1.783 m schweift der Blick über die Seen der Umgebung – von Mondsee, Attersee und Traunsee. Der dritte Aussichtsreiche ist das Zwölferhorn bei St. Gilgen mit 1.522 m. Eine Nostalgie‑Seilbahn geht bis zur Bergstation.

Zauner‑Stollen und Eishöhlen ums Eck

Neben den sportlichen Bergtouren und Klettersteigen gibt es für Familien mit Kindern gut markierte Halbtagswanderungen, Ausflüge oder Themenwege rund um den Wolfgangsee. Ganz in der Nähe befinden sich auch Hallstatt und Bad Ischl und sind immer einen Ausflug wert. Während in Bad Ischl die Kaiservilla samt Park sowie die Konditorei Zauner mit ihren unvergleichlichen Zauner‑Stollen, Kipferln und Torten wartet, geht man in Hallstatt untertage –  in die berühmten Dachstein Eishöhlen und Salzbergwerke.

Überhaupt kommt das leibliche Wohl am Wolfgangsee nicht zu kurz. Zahlreiche Speisen und Produkte stammen von den Almbauern und Sennern der Umgebung. Zum Verweilen und Energie tanken laden die urigen Berghütten ein. Die traditionelle Kost reicht vom Kaiserschmarrn über den Schweinsbraten bis hin zu Fischgerichten. Ein kulinarisches Highlight und weithin bekannt ist das Gourmetrestaurant im Weißen Rössl in St. Wolfgang.

 

Eine Schifffahrt, die ist lustig

Natürlich lässt sich auch der gesamte See zu Fuß, mit Nordic Walking‑Stöcken oder per Rad umrunden. Sollte die Kondition nachlassen, kann man jederzeit bei einer Anlegestelle auf eines der Schiffe steigen und die Strecke somit etappenweise erkunden. Bei Fürberg bietet es sich an, einen Zwischenstopp einzulegen und von einem kleinen Hochplateau die Sicht auf den See zu genießen. Insgesamt laufen die Schiffe sieben Stationen an. Zwei der sechs Schiffe aus der Flotte sind Baujahr 1873 und damit echte Nostalgieschiffe.

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